Golfanlage Hohenpähl zur Auszeichnung „Blühender Golfplatz“ empfohlen

Seit heute haben wir es auch schriftlich: Die Golf- und Sportanlage Hohenpähl wurde dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz für die Auszeichnung als „Blühender Golfplatz“ empfohlen.

Jeder Hohenpähler konnte in den letzten Jahren mitverfolgen, wie das Greenkeeping nicht nur aufgrund der Auflagen der Unteren Naturschutzbehörde, sondern auch aus eigener Überzeugung heraus, die gesetzlich vorgeschriebenen Ausgleichsflächen am Rande der Spielbahnen in zahlreiche Blumenwiesen zum Erhalt von Flora und Fauna umwandeln konnte. Mit vielen Recherchen, Experimenten und großem Durchhaltevermögen konnte sich das Team einen wertvollen Erfahrungsschatz aufbauen, der Hohenpähl in der wärmeren Jahreszeit eine unendliche Blüten- und Artenvielfalt beschert.

Damit war es für uns eine Selbstverständlichkeit, sich bereits in 2021 für das Programm „Blühpakt Bayern“ zu bewerben. Wir mussten uns allerdings noch gedulden, bis uns ein Besuch im Namen des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz angekündigt wurde, um sich Vorort ein professionelles Bild unser ökologisch hochwertigen Landschaft mit seiner Artenvielfalt zu machen.

Und am 22.04.2022 war es dann endlich soweit: Frau Elisabeth Wölfl von der LBV Bezirksgeschäftsstelle Oberbayern nahm sich einen Nachmittag lang Zeit, um gemeinsam mit uns (fast) jede Pflanze auf der 75 ha großen Anlage zu inspizieren. Wir bedanken und an dieser Stelle für die Geduld der Golfspieler, deren Spielbahn wir zu diesem Zwecke des öfteren besuchen mussten.

Sehr beeindruckt von der Arbeit und dem Fachwissen unseres Headgreenkeepers und sehr beeindruckt von dem Ergebnis dieser Arbeit, bestätigte uns Frau Wölfl im Anschluss bereits mündlich, alle Auflagen für die Auszeichnung erfüllt zu haben:

Mindestens 30% der Freiflächen sind naturnah gestaltet, haben ein durchgängiges Blütenangebot von Frühjahr bis Herbst und bestehen aus heimischen Pflanzen.

Die Mahd der Blühwiesen erfolgt abschnittsweise gemäß vorliegendem Pflegeplan 1 – 3 x pro Jahr und das Schnittgut wird natürlich abtransportiert. Bestimmte Bereiche bleiben über den Winter ungemäht und es gibt diverse Strukturhilfen wie z. B. Totholz, Nisthilfen, insektengerechte Kleingewässer und vieles mehr.

Es gibt keine flächige Verwendung chemischer Pflanzenschutzmittel und es gibt keinen Einsatz torfhaltiger Substrate bei der Gestaltung und Pflege von Freiflächen.

Nun gilt es abzuwarten, ob das Umweltministerium die Empfehlung annimmt und uns zur Übergabe der Auszeichnung nach München einlädt. Bitte drücken Sie die Daumen!

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